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USRAP (United States Refugee Admissions Program)

USRAP, kurz für United States Refugee Admissions Program, ist ein Projekt der US-amerikanischen Regierung. Ziel des Programms ist es, ausgewählten Flüchtlingen die Umsiedlung in die Vereinigten Staaten zu ermöglichen und diese zu unterstützen. IOM ist eine der am Projekt beteiligten Partnerorganisation und hat hauptsächlich die Aufgabe, Flüchtlinge aus Drittstaaten, die die Kriterien des US-Flüchtlingsprogramms erfüllen, bei der Weiterreise in die USA zu unterstützen. Dabei kooperiert IOM Deutschland mit dem Visa Department des Amerikanischen Konsulats in Frankfurt. Welche Unterstützung bei der Weiterreise in die USA angeboten werden kann, wird im Einzelfall von IOM Deutschland geprüft. Falls diese in Form eines Kredits (promissory note) für die Kosten des Fluges angeboten wird, erfolgt die Rückzahlung in Raten nach der  Niederlassung der Flüchtlinge in der neuen Heimat USA.

SMAP (Special Migrants Assistance Program) 

SMAP ist ein Angebot für Selbstzahler. Zum einen richtet es sich das Programm an freiwillige Rückkehrerinnen und Rückkehrer, die nicht im Rahmen des REAG/GARP-Programms gefördert werden können, zum andern an medizinisch notwendiges Begleitpersonal. Darüber hinaus können Arbeitsmigrantinnen und -migranten, Studierende und Auswandererinnen und Auswanderer vom SMAP profitieren. IOM kann aufgrund der Vielzahl an tagtäglich gebuchten Flügen günstige Angebote für One-Way Tickets von Fluggesellschaften und Reisebüros einholen und diese gegen eine Servicegebühr weitergeben.  Auch bei der Organisation der Reise kann geholfen werden.  Die Flugkosten müssen vor Abflug vom Reisenden selbst  oder von einer anderen Stelle, wie zum Beispiel dem Sozialamt oder  dem Wohlfahrtsverband, gezahlt werden. IOM kann auch notwendige Begleitpersonen für kranke oder behinderte Reisende vermitteln, wenn die Kosten dafür getragen werden.

Wem kann IOM Deutschland günstige One-Way Tickets anbieten?

  • Asylbewerberinnen und -bewerbern und Flüchtlingen sowie deren Angehörigen,  die bei der Rückkehr keine Unterstützung durch REAG/GARP erhalten können, sowie notwendige Begleitpersonen
  • Auswandererinnen und Auswanderern im Besitz eines gültigen Visums (z.B. nach Kanada, Australien)
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, wie zum Beispiel Lehrerinnen und Lehrer oder Expertinnen und Experten, die ein Arbeitsverhältnis im Ausland aufnehmen
  • Studierenden,  Auszubildenden oder Au-Pairs mit längerem Auslandsaufenthalt
  • Gestrandeten ausländischen Staatsangehörigen,  wenn die verantwortliche Botschaft keine Unterstützung anbietet

  Das Family Tracing Projekt 

Das Family Tracing Projekt wird von der IOM-Mission in Rom seit 2008 im Auftrag des italienischen Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales und in Kooperation mit dem italienischen Komitee für unbegleitete ausländische Minderjährige durchgeführt, um eine Entscheidung über den Verbleib der Minderjährigen in Italien oder deren  mögliche Familienzusammenführung nach Deutschland zu treffen. 

Bei der Feststellung der Familienzugehörigkeit von in Italien lebenden Minderjährigen mit Familienmitgliedern in Deutschland unterstützt IOM Deutschland die Mission in Italien. IOM Deutschland führt hierzu ein persönliches Interview mit den Familienmitgliedern in Deutschland durch, verfasst darüber einen Bericht und gibt eine Einschätzung über eine mögliche Familienzusammenführung an IOM Rom ab. In einigen Fällen wird zum Nachweis auch ein DNA-Test durchgeführt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine Entscheidung über den zukünftigen Aufenthaltsort zum Wohle der minderjährigen irregulären Flüchtlinge, die sich ohne ihre Familie in Italien aufhalten, zu treffen.

Familienzusammenführung

Im Rahmen des Familiennachzugs nach Deutschland hilft IOM Nürnberg bei der Organisation von Flügen und den erforderlichen Ausreisegenehmigungen in Kooperation mit den IOM Mission in den Herkunftsländern.

IOM unterstützt die Familienzusammenführung nicht finanziell. Die Familienangehörigen in Deutschland müssen die entstehenden Reisekosten entweder selbst tragen oder Unterstützung bei anderen Stellen,  wie zum Beispiel Beratungsstellen,  beantragen. IOM kann auf Anfrage die ungefähren Kosten für die Reise bei den IOM Mission im Herkunftsland abfragen  und  dem Kostenträger zukommen lassen. Die IOM-Mission des Herkunftslandes informiert die  Reisenden über die Modalitäten der Ausreise und überprüft die entsprechenden Visa. Sobald eine Kostenzusage vorliegt, kann eine Flugbuchung  vorbehaltlich der Vorlage aller erforderlichen Visa, erfolgen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Frau Regine Luksch    
Email: rluksch@iom.int    
Tel: + 49 911/4300-159