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Weltweite Projekte der IOM mit deutscher Unterstützung

Deutschland unterstützt die weltweite Arbeit der IOM im Bereich der humanitären Hilfe, der Friedenskonsolidierung und der Bekämpfung von Menschenhandel. Die Projekte werden von den IOM-Missionen vor Ort umgesetzt, IOM Deutschland fungiert als Verbindungsstelle zum Auswärtigen Amt.

Family Assistance Programme (FAP)

IOM unterstützt die Familienzusammenführung für in Deutschland anerkannte syrische Flüchtlinge. Ziel des Projekts ist es, den Prozess der Familienzusammenführung zu beschleunigen, indem die IOM die Unterlagen der AntragsstellerInnen in der Türkei oder im Libanon im Vorfeld eines Termins bei den dortigen deutschen Auslandsvertretungen prüft. Das Projekt umfasst auch Vorbereitungsmaßnahmen im Vorfeld der Ausreise nach Deutschland. Die IOM-Büros befinden sich in Istanbul, Gaziantep und Beirut. Weitere Informationen finden Sie hier. Dieser Artikel von Deutsche Welle (19.7.2017) beschreibt das FAP-Zentrum in Erbil, Irak.

Direct assistance to internally displaced persons, migrants rescued at sea, detained migrants and vulnerable migrants in urban settings

Der andauernde Konflikt in Libyen hat zu einer humanitären Katastrophe geführt von der auch MigrantInnen und Binnenflüchtlinge (IDPs) in Libyen betroffen sind. Mit diesem Projekt hilft die IOM MigrantInnen und IDPs durch die Ausgabe von Non-Food-Items (wie Matratzen, Decken oder Kochutensilien) an besonders schutzbedürftige IDPs sowie die Versorgung von MigrantInnen, die auf hoher See gerettet wurden, sich in Haftzentren befinden (z.B. med. Versorgung) oder in den Städten leben und schutzbedürftig sind. Weitere Informationen finden Sie hier.

Post-arrival humanitarian assistance to vulnerable Afghan returnees from Iran & Pakistan

Jahrzehnte gewaltsamen Konflikts haben Millionen Afghanen dazu veranlasst, ihr Land zu verlassen und sich in den Nachbarländern Iran und Pakistan anzusiedeln. Im Mai 2016 lebten geschätzte 840 000 registrierte afghanische Flüchtlinge und ca. 1,4 Millionen Afghanen ohne Papiere im Iran. In Pakistan waren es bis zu 1,6 Millionen registrierte und etwa eine Million Afghanen ohne Papiere. Jedes Jahr kehren hunderttausende Afghanen aus diesen Ländern spontan nach Afghanistan zurück oder werden dorthin abgeschoben. Mit diesem Projekt hilft die IOM den RückkehrerInnen, von denen viele völlig mittellos in Afghanistan ankommen, z. B. durch die Ausgabe von Non-Food-Items oder durch psychosoziale Beratung. Weitere Informationen finden Sie hier.

Promotion of Peace and Stability for IDPs, migrants and local host communities in Libya

Das Projekt zielt auf die Stabilisierung von Communities in den beiden Gebieten Sabha und Gatroun im Süden Libyens ab. Die Aktivitäten umfassen die Wiederherstellung zentraler Infrastruktur, die Errichtung von Gemeinschaftszentren, berufsbildende und Einkommen generierende Maßnahmen sowie Maßnahmen zur Unterstützung des Friedensprozesses durch Dialog und Trainings für zivilgesellschaftliche Akteure, NGOs und lokale Behörden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Humanitarian assistance to vulnerable migrants in Yemen

Mehr als ein Jahr nach Ausbruch des Bürgerkriegs im Jemen benötigen schätzungsweise 82 Prozent der Bevölkerung humanitäre Hilfe. Mit diesem Projekt hilft die IOM vom Konflikt betroffenen und mittellosen MigrantInnen und Angehörigen von Drittstaaten, einschließlich der Neuankünfte an Jemens Küste. Von IOM eingesetzte Rettungswagen helfen MigrantInnen mit Verletzungen oder anderen gesundheitlichen Problemen in ausgewählten Gebieten an der Küste. Außerdem trägt das Projekt zu den laufenden Evakuierungen von besonders schutzbedürftigen, äthiopischen MigrantInnen bei, die in verschiedenen Teilen des Landes festsitzen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Global Migration Data Portal

Dieses Projekt wird vom Global Migration Data Analysis Centre der IOM (GMDAC) durchgeführt. Das GMDAC wurde im September 2015 in Berlin eröffnet, um der Nachfrage nach umfassenden Daten und zeitnahen Analysen zu globalen Migrationstrends gerecht zu werden. Das Portal, das gemeinsam mit der Economist Intelligence Unit (EIU) umgesetzt wird, stellt in Form einer Online-Datenbank Schlüsselinformationen zu aktuellen weltweiten Migrationstrends von einer Reihe unterschiedlicher Quellen sowie Trendanalysen bereit. Das Projekt befindet sich derzeit in der Pilotphase und wird vom Auswärtigen Amt finanziert. Weitere Informationen finden Sie hier.

Strengthening national awareness and response capacities to combat trafficking in persons and other forms of exploitation

Die andauernde Krise in der Zentralafrikanischen Republik setzt viele Menschen einem erhöhten Risiko aus, Opfer von Menschenhandel zu werden. Unter den am meisten gefährdeten Personen sind Binnenvertriebene und Menschen, die auf dem Weg in Nachbarstaaten sind, um dort Zuflucht und vorübergehenden Schutz zu finden. Das Projekt umfasst mehrere Trainings für Regierungsbeamte, internationale Akteure und Vertreter der Zivilgesellschaft zu den Themen Identifizierung und Weiterleitung von Fällen von Menschenhandel, Aufklärungsmaßnahmen, sowie den Aufbau eines Systems zum grenzüberschreitenden Informationsaustausch. Darüber hinaus wird ein Assessment des bestehenden Einwanderungs- und Grenzmanagements durchgeführt mit dem Ziel, Empfehlungen für die Eindämmung von grenzüberschreitendem Menschenhandel zu liefern. Weitere Informationen finden Sie hier.

Strengthening Community Policing in Iraq

Ziel des Projekts ist, zu Frieden und Sicherheit im Irak beizutragen unter Anwendung des Community Policing-Konzepts. Community Policing setzt auf Mediation und fördert enge Beziehungen zwischen Polizei und Vertretern der Communities. Dadurch wächst das Vertrauen zwischen Communities und Polizeikräften und es entstehen Foren für Dialog. Das Projekt umfasst Trainings für Polizeibeamte, Vertreter der Communities und Mitglieder der Zivilgesellschaft. Die Trainings schaffen auch geeignete Partizipationsmöglichkeiten für Frauen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Immediate assistance to internally displaced persons in Ukraine

Geschätzte 5,2 Millionen Menschen sind vom andauernden Konflikt zwischen pro-russischen bewaffneten Gruppen und Regierungstruppen in der Donbass-Region im Osten der Ukraine betroffen, der seit Frühjahr 2014 zu massiven Fluchtbewegungen, Todesopfern und Zerstörung von Infrastruktur geführt hat. Offiziellen Angaben zufolge hat der Konflikt im Osten des Landes mehr als 2 Millionen Binnenflüchtlinge hervorgebracht. Das Projekt, welches von der Bundesregierung bereits im vergangenen Jahr unterstützt wurde, leistet finanzielle Unterstützung für die am stärksten gefährdeten Binnenvertriebenen in 13 Regionen. Dazu zählen ältere Menschen, Behinderte, Alleinerziehende und kinderreiche Familien, die das Geld vorrangig für Miete, Kleidung, Essen und medizinische Versorgung ausgeben. Weitere Informationen finden Sie hier.

Psychosocial support and community mobilization for conflict-induced displaced populations in North East Nigeria

Angriffe der islamistischen bewaffneten Gruppe Boko Haram und Operationen seitens der Regierung zur Aufstandsbekämpfung haben zu einer hohen Zahl an Vertriebenen im Nordosten Nigerias geführt. Ziel des Projekts ist, die psychosoziale Gesundheit der Binnenvertriebenen, die in Camps und informellen Siedlungen wohnen, zu fördern. Mobile Teams, bestehend aus Sozialarbeitern, Lehrern und Rechtsberatern wurden geschult, um innerhalb der betroffenen Bevölkerung direkte psychosoziale Unterstützung zu leisten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Understanding and addressing trafficking in persons in Mauritania

Dieses Projekt untersucht Ausmaß, Ursachen und Auswirkungen von Menschenhandel in Mauretanien. Das Land liegt an einem Knotenpunkt des afrikanischen Kontinents, wo traditionelle Schmuggelrouten lange durchlässige Grenzen queren. Diese werden von Menschenhändlern genutzt, um ihre Opfer innerhalb Mauretaniens und Nordafrika, und weiter nach Europa und in den Mittleren Osten zu verschleppen. In der laufenden Phase des Projekts werden unter anderem eine Aufklärungskampagne und eine Reihe von Workshops für Grenzbeamte und Justizbeamte durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Fighting against trafficking in persons through capacity building for NGOs and law enforcement in Morocco

IOM unterstützt NGOs und Regierungsstellen dabei, zentrale Dienstleistungen für Opfer von Menschenhandel, wie sichere Unterkünfte, medizinische Versorgung, psychosoziale Unterstützung und rechtliche Beratung, bereitzustellen und zu verbessern. Die Aktivitäten beinhalten Sensibilisierungs- und Fortbildungsmaßnahmen, Unterstützung sozialer Einrichtungen und relevanter Einrichtungen in Krankenhäusern und Gerichten sowie Beratungsleistungen.

Multi-year seasonal emergency response plan to provide basic needs for vulnerable IDPs in Iraq

IOM versorgt Binnenvertriebene im Irak mit Nicht-Nahrungsmitteln und Brennstoff. Der bewaffnete Konflikt im Irak hat bis Mitte Juni mehr als 3,3 Millionen Binnenvertriebene hervorgebracht. Da die meisten Betroffenen gezwungen waren, ihre Häuser in kürzester Zeit mit nur wenigen persönlichen Habseligkeiten zu verlassen, sind sie auf Nicht-Nahrungsmittel und Brennstoff angewiesen, um Iraks kalte Winter- und heiße Sommermonate zu überstehen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Abgeschlossene Projekte mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes

  • Regional and Multi-Sector Assistance to Populations Affected by the Syrian Crisis in Syria
  • Regional and Multi-Sector Assistance to Populations Affected by the Syrian Crisis in Lebanon and Syria
  • Addressing Needs and Improving Technical Capacity and Coordination in Migration Management in Sudan
  • Psychosocial Capacity Building for Medical and Social Service Providers – Chad
  • Evacuation and Humanitarian Assistance – Libya / Chad
  • Humanitarian Assistance to Flood-Affected population in Chad
  • Evacuation Assistance and Basic Integration Support in Yemen and for Migrants from Yemen
  • Social Reintegration of Returnees through Community Stabilization in Areas of High Return – Chad
  • Afghanistan Rapid Humanitarian Assistance Programme (HAP)
  • Direct Psychosocial Care for Chadian Returnees who have fled the Crisis in Libya and other vulnerable persons in areas of high return – Chad
  • Evacuation from Misurata to Benghazi and provision of humanitarian aid to Misurata – Libya
  • Health assistance to vulnerable flood affected and displaced populations, including migrant workers in Thailand

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

IOM Deutschland    
Email: iom-germany@iom.int    
Tel: + 49 911/4300-0    

Situation Reports

20.07.2016 - Update zur humanitären Krise im Südsudan (in englischer Sprache)

14.07.2016 - Bericht zur aktuellen Situation und der Arbeit von IOM im Mittelmeerraum (in englischer Sprache)

30.06.2016 - Bericht über die regionalen Aktivitäten der IOM in der Syrien-Krise (in englischer Sprache)

30.06.2016 - Bericht über die Aktivitäten der IOM in der Jemen-Krise (in englischer Sprache)

 

 

 

Humanitarian Compendium

Das Portal des "IOM Humanitarian Compendium" bietet einen umfassenden, laufend aktualisierten Überblick über die Programme der humanitären Hilfe der IOM im Jahr 2016.

Weitere Informationen über die internationalen Aktivitäten der IOM finden Sie hier: www.iom.int.