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Netzwerktreffen: „Option Freiwillige Rückkehr“

In 2018 haben unter dem Titel „Option Freiwillige Rückkehr: bundesweite Angebote zu Rückkehr und Reintegration“ (OFR) die Internationale Organisation für Migration (IOM), das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und die Deutsche Gesellschaft für International Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in 14 deutschen Städten regionale Netzwerktreffen für Akteure aus dem Handlungsfeld freiwillige Rückkehr ausgerichtet. Insgesamt nahmen 720 staatliche und zivile Akteure an den Netzwerkveranstaltungen teil.

Die Veranstaltungen wurden im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Kooperation mit lokalen Partnern, darunter Kommunen und Gemeinden, Ausländerbehörden und nichtstaatlichen Einrichtungen, durchgeführt.

Das Projekt zielte darauf ab, eine breite Fachöffentlichkeit, bestehend aus Rückkehrberaterinnen und -beratern, Vertreterinnen und Vertretern von Kommunen und Ländern, ehrenamtlich Tätigen sowie Medienvertretern, über die einander ergänzenden Informations-, Rückkehr- und Reintegrationsangebote der drei Partnerorganisationen zu informieren sowie den fachlichen Austausch und die Vernetzung im Rückkehrbereich zu fördern.

In diesem Zusammenhang wurden drei Kernbotschaften entwickelt und vorgestellt, welche die Gemeinsamkeiten von IOM, BAMF und GIZ im Bereich der freiwilligen Rückkehr und Reintegration hervorheben:

  • Wir unterstützen Menschen, die nicht in Deutschland bleiben können oder wollen, bei einer Rückkehr in Würde
  • Wir informieren Menschen über ihre individuellen Möglichkeiten, um auf guter Informationsbasis eine eigene Entscheidung treffen zu können.
  • Wir begleiten Menschen von der Beratung in Deutschland bis zur nachhaltigen Reintegration in der Herkunftsregion

Aufgrund der großen Resonanz und des weiterhin bestehenden Bedarfs nach besserer Information für Rückkehrberaterinnen und -berater über Reintegrationsberatung als zentrales Element der Rückkehrberatung in Deutschland wird die Veranstaltungsreihe dieses Jahr unter dem Titel „Option Freiwillige Rückkehr: Dialoge zu freiwilliger Rückkehr und nachhaltiger Reintegration“ mit zielgruppenorientiertem und variablem Konzept fortgesetzt.

Während den Veranstaltungen haben Teilnehmenden Gelegenheit, sich mit Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern von IOM, BAMF und GIZ in Workshops auszutauschen und konkrete Fragestellungen zu diskutieren.

Am 15. Mai 2019 fand der diesjährige Auftakt in Dresden, Sachsen statt. Die Veranstaltung adressierte Rückkehrberatende aus dem gesamten Bundesgebiet und befasste sich vorrangig mit dem Thema der Reintegration im Herkunftsland. Hierbei wurden regionale Schwerpunkte auf den Irak und den Westbalkan gesetzt. Um einen Einblick in die Reintegrationsarbeit vor Ort zu gewähren, wurden Projektmitarbeiter und -mitarbeiterinnen aus den Herkunftsländern eingeladen. Eine zweite Veranstaltung mit bundeslandspezifischem Fokus fand am 4. Juni in Mainz in Kooperation mit dem Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz statt. Zuletzt wurde am 23. Juli eine Veranstaltung in Ulm, Baden-Württemberg, in Kooperation mit dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg sowie dem Bayerischen Landesamt für Asyl und Rückführungen mit einem regionalem Schwerpunkt auf Westafrika durchgeführt. Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter aus Nigeria, Ghana, Gambia und Senegal standen dabei für Fragen und Antworten zur Verfügung. Weitere Veranstaltungen sind angedacht.

 

Ihr Ansprechpartner bei der Internationalen Organisation für Migration:

Niklas Luksch

Tel.: + 49 30 278 778 49

E-Mail: nluksch@iom.int

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