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StarthilfePlus

In Ergänzung zum REAG/GARP-Programm können Asylsuchende ab Februar 2017 mit StarthilfePlus eine zusätzliche finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie sich noch während des Asylverfahrens, spätestens jedoch innerhalb der Ausreisefrist, für eine freiwillige Rückkehr entscheiden. Voraussetzung für die Gewährung StarthilfePlus ist, dass eine freiwillige Rückkehr mit dem REAG/GARP-Programm bewilligt wird und die Rückkehrenden eine der unten genannten Staatsangehörigkeiten besitzen. Aufbauend auf die REAG/GARP-Unterstützung sieht das Bundesprogramm StarthilfePlus folgende Leistungen vor:

  • Stufe 1: Rückkehrende erhalten EUR 1.200, wenn sie noch vor Abschluss des Asylverfahrens eine unterstützte freiwillige Rückkehr beantragen.
  • Stufe 2: Rückkehrende erhalten EUR 800, wenn ein negativer Asylerstbescheid zugestellt worden ist und sie innerhalb der gesetzten Ausreisefrist eine unterstützte freiwillige Rückkehr beantragen.
  • Stufe Ü (Übergangsregelung): Rückkehrende, die bereits vor dem 1. Februar 2017 in Deutschland registriert wurden (Ankunftsnachweis) und sich bis zum 31. Juli 2017 zu einer freiwilligen Ausreise entscheiden, erhalten EUR 800. Unter die Übergangsregelung fallen Personen, die vollziehbar ausreisepflichtig sind, eine Duldung besitzen oder einen Asylfolge- bzw. Asylzweitantrag gestellt haben.
  • Familienförderung: Ein Familienzuschlag in Höhe von EUR 500 pro Familie wird gewährt, wenn mehr als vier Familienmitgliedern gemeinsam ein StarthilfePlus-Antrag bewilligt wird.

Die Auszahlung der StarthilfePlus erfolgt in zwei Schritten. Die erste Hälfte wird mit der regulären GARP-Starthilfe bei der Ausreise in Deutschland ausgezahlt und die zweite Hälfte sechs bis acht Monate später im jeweiligen Herkunftsland. Kinder unter 12 Jahren erhalten jeweils die Hälfte der Fördersumme.

Staatsangehörige der folgenden Länder können StarthilfePlus beantragen (GARP-Staatenliste):

Afghanistan, Ägypten, Algerien, Äthiopien, Bangladesch, Benin, Burkina Faso, China, Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Eritrea, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Indien, Irak, Iran, Kamerun, Kenia, Libanon, Libyen, Mali, Marokko, Mongolei, Niger, Nigeria, Pakistan, Palästinensische Autonomiegebiete, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sri Lanka, Sudan, Syrien, Tadschikistan, Togo, Tunesien und Vietnam.

Wichtiger Hinweis: Staatsangehörige der Länder Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Russische Föderation, Türkei und Ukraine können lediglich im Rahmen der Übergangsregelung im StarthilfePlus-Programm unterstützt werden und sind ab August 2017 ganz davon ausgenommen.

Um StarthilfePlus in Anspruch nehmen zu können, setzt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) voraus, dass die Rückkehrenden eine Erklärung unterschreiben, mit der sie ihren Asylantrag und bereits eingelegte Rechtsmittel zurücknehmen bzw. auf Rechtsbehelfe verzichten.